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Zeitgenössische Musik entwickelt sich nach ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten. Selten nimmt sie Rücksicht auf den Musikunterricht. Um dem Mangel an neuer Unterrichtsliteratur abzuhelfen und eine Brücke zwischen Komponisten und Nachwuchsinterpreten zu schlagen, hat der Landesverband Bayerischer Tonkünstler einen Kompositionswettbewerb ausgeschrieben und um Einsendung von Werken gebeten, die geeignet sind, Anfänger und Fortgeschrittene mit der Vielfalt der Ideen heutiger Komponisten bekannt zu machen. Ziel des Wettbewerbs war unter anderem, das Spektrum von neuer Musik zu erweitern und auch solche Musik anzubieten, die der heutigen Jugendkultur nahe steht und geeignet ist. festgefahrene Vorurteile gegen die moderne E-Musik abzubauen.
Aus der großen Zahl von Einsendungen hat eine Gruppe von Klavierpädagogen, Komponisten, Hochschullehrern und Musikkritikern eine Auswahl getroffen, die in ihrer Vielfalt ein Abbild vom heutigen Schaffen älterer und jüngerer Komponisten gibt. Auswahlkriterium war aber auch der biografische Bezug aller Autoren zu Bayern. so dass als Nebeneffekt ein Katalog von zeitgenössischen Komponisten bayerischer Herkunft beziehungsweise mit bayerischem Wirkungskreis entstand. Insbesondere diesem zuletzt genannten Ziel diente die Hinzunahme einzelner bereits veröffentlichter Werke, die nicht zum Wettbewerb eingesandt worden waren. Um dem Klavierlehrer und seinem Schülerkreis den Zugang zu erleichtern. finden sich kurze Erläuterungen zu jedem Stück.
Mit der Herausgabe hofft der Landesverband Bayerischer Tonkünstler. neue Anregungen und Impulse für die Programmgestaltung von Schülerkonzerten und Wettbewerben gegeben und das lebendige Interesse an heutiger Musik geweckt und gefördert zu haben.
Das ..Münchner Klavierbuch" wäre ohne die finanzielle Unterstützung der Siemens AG und des Freistaates Bayern nicht zustande gekommen. Dafür sei den Geldgebern an dieser Stelle ausdrücklich gedankt. Dank gilt den Juroren und den Mitgliedern des Editorenteams unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Stahmer, ferner den Herausgebern und dem Verlag. die in enger Zusammenarbeit den Band geschaffen haben. Und nicht zuletzt sei auch den Rechteinhabern von bereits verlegten Kompositionen für ihr Einverständnis zum Abdruck gedankt.
München,den 10.04.2008 Dr. Dirk Hewig 1. Vorsitzender des LVBT
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