München, 11.05.2026 – Die Delegiertenversammlung des Tonkünstlerverbands Bayern (TKVB) fand am 9. Mai 2026 in Nürnberg statt. Sie stand im Zeichen wichtiger personeller Entscheidungen, der Verabschiedung des Haushalts 2026 sowie intensiver Beratungen zur zukünftigen Verbandsarbeit und zur Situation freiberuflicher Musikschaffender.
Die Delegierten verabschiedeten einstimmig den Haushalt 2026. Schwerpunkte der Beratungen waren Öffentlichkeitsarbeit, Mitgliederentwicklung sowie aktuelle Umfrageergebnisse. Vorgestellt wurde eine Mitgliederkampagne mit Social-Media-Aktivitäten, Kooperationen mit Ausbildungsstätten und vereinfachten digitalen Beitrittswegen.
Die Ergebnisse mehrerer Umfragen zu Digitalisierung im Musikunterricht, Ganztagsangeboten und zur beruflichen Situation freiberuflicher Musikschaffender verdeutlichen insbesondere den Bedarf an Fortbildungen, verbesserten Rahmenbedingungen und stärkerer Venetzung innerhalb der Branche.
Bei den Vorstandswahlen wurde Dr. Alexander Krause als 1. Vorsitzender bestätigt. Neu im Amt der 1. stellvertretenden Vorsitzenden ist Andrea Fink, die weiterhin als Generalsekretärin tätig bleibt. Damit werden strategische Ausrichtung, Verbandskoordination und Geschäftsstellenleitung enger verzahnt. Ziel ist eine moderne, effiziente und zukunftsorientierte Verbandsstruktur. Zum 2. stellvertrenden Vorsitzenden wurde Prof. Rudolf Ramming gewählt. Die Funktion der Schatzmeisterin übernimmt Andrea Schlegel-Nolte, als Schriftführer wurde Prof. Michael Forster neu gewählt. Die Delegiertenversammlung dankte Prof. Barbara Metzger und Prof. Eckhart Hermann für ihr langjähriges Engagement und ihren Einsatz für den Verband und die musikalische Bildungsarbeit in Bayern.
Ein weiterer Schwerpunkt war der Bericht zur Neustrukturierung der Förderung Privater Musikinstitute sowie deren Umsetzung. Diskutiert wurden insbesondere die aktuelle Situation im Zusammenhang mit dem „Herrenberg-Urteil“, die Verlängerung von Übergangsregelungen sowie die zukünftige Ausgestaltung. Ziel bleibt die rechtssichere und zukunftsfähige Gestaltung selbstständiger und musikpädagogischer Tätigkeiten.
Die Ausschüsse und Regionalverbände berichteten über ihre Arbeit und es erfolgte ein intensiver Austausch zu aktuellen Entwicklungen und kulturpolitischen Herausforderungen im Musik- und Kulturbereich. Zudem informierte der Vorstand über die Zusammenarbeit auf der Ebene der Dachverbände Deutscher Tonkünstlerverband (DTKV), Bayerischer Musikrat (BMR) und Ständige Konferenz für Kunst & Kultur in Bayern (SK³).
Der Tonkünstlerverband Bayern dankt dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (StMWK) für die kontinuierliche Unterstützung und den konstruktiven Austausch.