Die Stadt ohne Juden (1924) mit Musik von Olga Neuwirth (2017)

Die Stadt ohne Juden (1924) mit Musik von Olga Neuwirth (2017)
ensemble KONTRASTE und KunstKulturQuartier Nürnberg

Die Stadt ohne Juden (1924) mit Musik von Olga Neuwirth (2017)

01.02.2026
In 90491

Das ensemble KONTRASTE zeigt das österreichische Stummfilm-Meisterwerk (1924) mit der eindringlichen Neuvertonung von Olga Neuwirth (2017) unter der Leitung von Gregor A. Mayrhofer am Sonntag, den 1. Februar 2026 um 17 Uhr in der Tafelhalle Nürnberg.

Regisseur Hans Karl Breslauer schuf mit „Die Stadt ohne Juden“ eine ebenso plakative wie hellsichtige Abrechnung mit dem Antisemitismus seiner Zeit. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Hugo Bettauer aus dem Jahr 1922, der den Untertitel „Roman von übermorgen“ trägt. Die Handlung entwirft eine beklemmend vorausschauende Vision: In Zeiten wirtschaftlicher Not gibt die Bevölkerung der jüdischen Minderheit die Schuld an Arbeitslosigkeit und sozialem Abstieg. Die Eskalation mündet in der Vertreibung aller Juden – scheinbar eine Lösung, die sich jedoch schnell als fatal erweist. Kulturelles und wirtschaftliches Leben kommen zum Erliegen, sodass schließlich die Rückkehr der Vertriebenen veranlasst wird. Heute gilt der Film als erschreckend prophetisches Meisterwerk der Stummfilmgeschichte.

Nach seiner spektakulären Wiederentdeckung im Jahr 2015 wurde der Film umfassend restauriert. Olga Neuwirth versah ihn 2017 mit einer neuen Musik, die sie selbst als eine „Kombination aus ironischer Distanz und klangmächtiger Wut“ beschreibt. 2021 wurde sie als Komponistin des Jahres für diese Filmmusik mit dem Deutschen Klassikpreis OPUS KLASSIK ausgezeichnet. Die restaurierte Fassung mit der Neuvertonung von Olga Neuwirth wurde 2018 im Wiener Konzerthaus uraufgeführt, seitdem lief er unter anderem im Rahmen der Salzburger Festspiele und steht 2026 auf dem Programm der Semperoper Dresden.

Das ensemble KONTRASTE zeigt den Stummfilmim Rahmen seiner Konzertreihe „KONTRASTE – Klassik in der Tafelhalle“ in Nürnberg. Bereits um 16 Uhr findet eine Einführung mit Dr. Nikolaus Wostry vom Filmarchiv Austria statt, das maßgeblich an der Wiederentdeckung und Restaurierung des Films beteiligt war.

Tickets sind zum Preis von 31 Euro (ermäßigt 28 Euro) erhältlich. Im Vorverkauf kosten die Karten 27 Euro (ermäßigt 22 Euro), jeweils zuzüglich Vorverkaufsgebühr.

Veranstaltungszeit

Eintägige Veranstaltung
Am 01.02.2026
von 17:00
bis 18:30 Uhr

Veranstaltungsort

Tafelhalle Nürnberg
Äußere Sulzbacher Str. 62
90491
Nürnberg

Ansprechpartner*in

Luise Heiß
+49 9123 1553 995

Weitere Informationen

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Eingereicht am 14.01.2026

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