BERATUNGSOFFENSIVE: Tonkünstler-Tag Musik & Gesundheit – Schüler*innen im Blick: Pädagogische Herausforderungen verstehen und meistern

BERATUNGSOFFENSIVE: Tonkünstler-Tag Musik & Gesundheit – Schüler*innen im Blick: Pädagogische Herausforderungen verstehen und meistern
Code-Nr. 26-4255

BERATUNGSOFFENSIVE: Tonkünstler-Tag Musik & Gesundheit – Schüler*innen im Blick: Pädagogische Herausforderungen verstehen und meistern

 

Musikpädagogik bewegt sich heute in einem Spannungsfeld aus künstlerischem Anspruch, individueller Förderung und wachsenden Herausforderungen im Unterrichtsalltag. Unter dem Titel „Schüler*innen im Blick – Pädagogische Herausforderungen verstehen und meistern“ widmet sich der Tonkünstler-Tag 2026 zentralen Fragen rund um Gesundheit, Entwicklung und Motivation junger Musiker*innen.

Im Fokus stehen praxisnahe Impulse zu Körperarbeit, zum Umgang mit Leistungsdruck und Motivation, zu Entwicklungsbesonderheiten sowie zu gelingender Kommunikation mit Eltern. Fachvorträge und Workshops bieten Raum für Austausch, Reflexion und konkrete Anregungen für die pädagogische Praxis.

Der Tonkünstler-Tag lädt dazu ein, neue Perspektiven zu gewinnen und die eigene Unterrichtsarbeit nachhaltig zu stärken.

Kursinhalte

Programm

ab 09:30 Uhr

Anmeldung im Foyer

09:45 bis 10:00 Uhr

Eröffnung und Begrüßung durch den Tonkünstlerverband Bayern

10:00 bis 12:00 Uhr
Workshop: Körperarbeit für Instrumentallehrkräfte und ihre Schüler*innen
mit Dr. Henriette Gärtner

Der Workshop verknüpft Theorie und Praxis und vermittelt einen gesundheitsbewussten Umgang mit den körperlichen und psychischen Anforderungen des Musizierens und Unterrichtens. Im Fokus steht die Frage, wie ein stabiles körperlich-mentales Verständnis nachhaltig in den Lern- und Lehrprozess integriert werden kann – sowohl für die eigene Praxis als auch für die Arbeit mit Schüler*innen.

Behandelt werden körperlich-mentale Grundlagen des Musizierens (anatomische und physiologische Zusammenhänge, Belastung und Trainingszyklen sowie Haltung und Bewegung im Sitzen und Stehen). Ziel ist es, Fehlhaltungen und Überlastungen vorzubeugen und ein Bewusstsein für den Körper als „Instrument“ zu entwickeln.

Durch praktische Übungen lernen die Teilnehmenden, einfache Körperarbeit sinnvoll in den Unterricht zu integrieren und Schüler*innen für Haltung, Atmung und Körperwahrnehmung zu sensibilisieren. So wird Instrumentalunterricht nachhaltig, gesundheitsfördernd und entwicklungsorientiert gestaltet.

12:00 bis 12:45 Uhr
Vortrag: Alles eine Frage der Motivation – Chancen, Risiken und Einflussfaktoren beim Musizieren mit Dr. med. Anke Grell

Dieser Vortrag beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Formen der Motivation und deren Einfluss auf den Umgang mit den  besonderen Leistungsanforderungen beim Musizieren. Leidenschaft für Musik, persönliche Ziele und Erfolgserlebnisse können eine starke Antriebskraft sein und die Entwicklung junger Musikerinnen und Musiker nachhaltig fördern. Gleichzeitig wird aufgezeigt, welche negativen Auswirkungen eigene und äußere Erwartungen, ein inadäquater Umgang mit Fehlern und andere Faktoren auf das Wohlbefinden haben können. Der Vortrag vermittelt, wie ein ausgewogenes Zusammenspiel von Motivation, Unterstützung und realistischen Anforderungen dazu beitragen kann, psychische Belastungen zu reduzieren und Freude am Musizieren langfristig zu erhalten.

12:45 bis 13:30 Uhr

Mittagspause

13:30 bis 16:00 Uhr
Workshop: Entwicklungsstörungen und ihre Auswirkungen auf den pädagogischen Alltag mit Dr. Friedrich Voigt

Bei Kindern und Jugendlichen gehen wir im Schulalter von einem Anteil von mindestens 10 Prozent aus, bei denen eine Entwicklungsstörung besteht.  Im Rahmen des Workshops wird eine kurze Übersicht gegeben, welche unterschiedlichen Formen von Entwicklungsstörungen beschrieben werden und wie sich diese auf den pädagogischen Alltag und das Lernverhalten von Kindern und Jugendlichen auswirken. Als Schwerpunkte sollen die Themen Aktivitäts-und Aufmerksamkeitsstörungen, Autismus-Spektrum-Störungen und Sprachentwicklungsstörungen ausführlicher dargestellt werden. Neben der Frage, wie diese Entwicklungsstörungen diagnostiziert und behandelt werden können, sollen vor allem die Auswirkungen auf das schulische Lernen und die soziale Integration vertieft behandelt werden.

Bereits im Rahmen des Kindergartens sind pädagogische Fachkräfte besonders herausgefordert, sich auf die Besonderheiten der Entwicklung und des sozialen Verhaltens einzustellen. Im schulischen Rahmen finden sich vielfältige Anpassungsschwierigkeiten, die den Umgang mit Gleichaltrigen, das Gruppenverhalten und das Lernverhalten beeinträchtigen können. Zudem beschäftigt uns im Entwicklungsverlauf auch die Frage, ob sekundäre psychische Anpassungsprobleme z.B. vermehrte Ängste entstehen und den Alltag eines Kindes und Jugendlichen beeinflussen. Im Rahmen der Veranstaltung bieten sich für die Teilnehmenden vielfältige Möglichkeiten haben, Fragen zu der Thematik Entwicklungsauffälligkeiten und deren Auswirkungen auf das Lernverhalten von Kindern und Jugendlichen zu erörtern.

16:00 bis 16:15 Uhr

Kurze Pause

16:15 bis 18:15 Uhr
Workshop: Hilfe, ihr Kind hat ein Problem!
Schwierige Gespräche mit Eltern – gemeinsam Lösungen für Schüler*innen entwickeln mit Kirsten Klopsch

Vielleicht kennen Sie diesen Moment, wenn Sie über auffälliges Verhalten von Schülerinnen und Schülern nicht mehr hinwegsehen können und mit den Eltern ein klärendes Gespräch dringend stattfinden muss.

Und Sie beginnen zu reflektieren:

  • Wie kann ich das Gespräch mit den Eltern führen, ohne diese zu kränken oder sogar zu beschämen, und dennoch das Problemverhalten des Kindes klar benennen?
  • Ich habe schon so viel probiert, alles hatte nur einen kurzfristigen Effekt, eigentlich bin ich mit meinem Latein am Ende - vielleicht sollte ich den Unterricht beenden?
  • Bisher konnte ich meinen pädagogischen Auftrag gar nicht erfüllen. Wird jetzt meine pädagogische Kompetenz infrage gestellt?

Im Workshop werden wir nach einer kurzen Einführung zusammen üben, wie Elterngespräche lösungsorientiert zugunsten des Kindes geführt werden können.

Ziel des Workshops ist es, Lust auf den Austausch mit den Eltern zu bekommen, mit den Eltern gemeinsam Lösungen zu finden und sie als Kooperationspartner zu gewinnen.

18:15 bis 18:30 Uhr

Verabschiedung durch den Tonkünstlerverband Bayern

Änderungen vorbehalten!

Zielgruppe

Musiker*innen aller Fachrichtungen, Musikpädagog*innen sowie Lehrende und Verantwortliche in Privaten Musikinstituten und Musikschulen.

Foto Friedrich Voigt
Mit Dr. Friedrich Voigt

Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut war lange Jahre leitender Psycholo-ge im Kinderzentrum München und in diesem Rahmen für die fachliche Organisation und Supervision der Psychologen und psychologischen Psychotherapeuten im Rahmen des sozi-alpädiatrischen Zentrums und der Klinik des Kinderzentrums verantwortlich.

Seine Arbeitsschwerpunkte betreffen unter anderem die Frühdiagnostik und Frühtherapie bei Entwicklungsstörungen, die Auswirkungen von Entwicklungsstörungen und Lernschwie-rigkeiten auf das schulische Lernen und die soziale Integration im Kindes- und Jugendalter sowie die vielfältigen Behandlungsmöglichkeiten im Rahmen von Funktionstherapien und Psychotherapie.

Er arbeitet aktuell im Rahmen der Sprechstunde des sozialpädiatrischen Zentrums unter anderem mit dem Schwerpunkt auf die Diagnostik und Behandlung von Autismus-Spektrum-Störungen. Zudem übernimmt er eine Vielzahl von Aufgaben in der Aus- und Weiterbildung von Kinderärzten, Psychotherapeuten sowie weiteren Fachkräften in der Frühförderung und Pädagogik. Er unterrichtet unter anderem den Schwerpunkt Entwicklungsstörungen im Rahmen des Master Musiktherapie an der Technischen Hochschule Würzburg.

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Mit Dr. Henriette Gärtner

Dr. Henriette Gärtner, Konzertpianistin, Bewegungs-wissenschaftlerin, Musikpädagogin und Musikvermittlerin, ist Absolventin der Accademia Pianistica Incontri col Maestro, Imola/Italien und der Universität Konstanz. 2014 wurde ihre wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Körperarbeit und Methodik mit dem Award of Art in Science ausgezeichnet. Nach dem Motto „Der Körper ist mein erstes Instrument, das Klavier mein zweites“ bilden Musik und Sport für sie keine Gegensätze, sondern eine Einheit. Als Musikphysiologin liegen ihre Schwerpunkte in den Bereichen Musikergesundheit, Übmethoden und Auftrittstraining.

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Anke Grell
Mit Dr. med. Anke Grell

Dr. med. Anke Grell ist Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie und als Oberärztin und stv. Leiterin der Abteilung Kinder und Jugendliche am Zentrum für Angst und Depressionsbehandlung Zürich, bald auch in eigener Praxis in Zürich tätig. Einer ihrer Behandlungsschwerpunkte ist die Beratung und Behandlung von musizierenden Jugendlichen und erwachsenen Musikerinnen und Musikern.
Sie studierte Medizin an der Medizinischen Hochschule Hannover und promovierte am Institut für Musikphysiologie und Musiker-Medizin Hannover bei Prof. Eckart Altenmüller. Im Rahmen der Promotion führte sie ein Forschungsaufenthalt in das Institut für Sprache, Musik und Gehör an der Königlich Technischen Hochschule in Stockholm zu Prof. Johan Sundberg und Prof. Sten Ternström.
Die Facharztausbildung absolvierte sie in Hamburg, wo sie in verschiedenen Kliniken und ambulant in einer Praxis arbeitete.
2025 schloss sie den Kurs Musikermedizin CAS (Certificate of Advanced Studies) des Freiburger Instituts für Musikermedizin erfolgreich ab.
Anke Grell engagierte sich von 2014 bis 2022 im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Musikphysiologie und Musikermedizin und wurde aktuell in den Vorstand der Swissmedmusica gewählt.
Sie hatte Lehraufträge zu Themen der Musizierendengesundheit an verschiedenen Musikhochschulen in Deutschland und Österreich inne und unterrichtet jetzt an der Zürcher Hochschule der Künste.
Musikalisch aktiv ist sie in verschiedenen Gesangsensembles und Chören.

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Kirsten Klopsch
Mit Kirsten Klopsch

Kirsten Klopsch ist diplomierte Orchestermusikerin, Tomatis-Hörtherapeutin, zertifizierte Systemische Beraterin (DGSF), Familientherapeutin, Supervisorin und ausgebildet in systemischer Traumaarbeit.
Seit 2004 leitet sie die von ihr gegründete Hörakademie Freiburg, in der u. a. Kinder mit Behinderungen, Entwicklungsverzögerungen, Lernschwächen und Verhaltensauffälligkeiten Hilfe finden.
Seit 2010 ist sie im deutschsprachigen Raum an Hochschulen und für die Landesverbände der Musikschulen als Dozentin tätig. Sie hält Seminare zu den Themen \“Kommunikation im Musikschulalltag\“, \“Musikunterricht für
verhaltensauffällige Kinder\“ und \“Systemische Musikpädagogik\“.
Als systemische Supervisorin unterstützt sie Musikschulteams und deren Leitungen, ihren beruflichen Alltag mit mehr Leichtigkeit, Freude und Souveränität zu gestalten.

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Kursgebühren

Teilnahmegebühren
Mitglied TKVB / PMI: 45,00 EUR
Mitglied anderer Landesverband im DTKV: 45,00 EUR
Studierende / Schüler*innen: 30,00 EUR
Nichtmitglied: 65,00 EUR

Informationen

Code-Nr.:
26-4255
Max. Teilnehmer:
50
Beginn:
Sa., 17.10.26 um 09:30 Uhr
Ende:
Sa., 17.10.26 um 18:30 Uhr
Anmeldeschluss:
Fr., 09.10.26
Qualitätszertifikat:
8 Stunden

Veranstaltungsort

Rubinstein-Saal in München-Laim
Landsberger Str. 336
80687
München
Deutschland

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