Programm
ab 09:30 Uhr
Anmeldung im Foyer
09:45 bis 10:00 Uhr
Eröffnung und Begrüßung durch den Tonkünstlerverband Bayern
10:00 bis 12:00 Uhr
Workshop: Körperarbeit für Instrumentallehrkräfte und ihre Schüler*innen
mit Dr. Henriette Gärtner
Der Workshop verknüpft Theorie und Praxis und vermittelt einen gesundheitsbewussten Umgang mit den körperlichen und psychischen Anforderungen des Musizierens und Unterrichtens. Im Fokus steht die Frage, wie ein stabiles körperlich-mentales Verständnis nachhaltig in den Lern- und Lehrprozess integriert werden kann – sowohl für die eigene Praxis als auch für die Arbeit mit Schüler*innen.
Behandelt werden körperlich-mentale Grundlagen des Musizierens (anatomische und physiologische Zusammenhänge, Belastung und Trainingszyklen sowie Haltung und Bewegung im Sitzen und Stehen). Ziel ist es, Fehlhaltungen und Überlastungen vorzubeugen und ein Bewusstsein für den Körper als „Instrument“ zu entwickeln.
Durch praktische Übungen lernen die Teilnehmenden, einfache Körperarbeit sinnvoll in den Unterricht zu integrieren und Schüler*innen für Haltung, Atmung und Körperwahrnehmung zu sensibilisieren. So wird Instrumentalunterricht nachhaltig, gesundheitsfördernd und entwicklungsorientiert gestaltet.
12:00 bis 12:45 Uhr
Vortrag: Alles eine Frage der Motivation – Chancen, Risiken und Einflussfaktoren beim Musizieren mit Dr. med. Anke Grell
Dieser Vortrag beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Formen der Motivation und deren Einfluss auf den Umgang mit den besonderen Leistungsanforderungen beim Musizieren. Leidenschaft für Musik, persönliche Ziele und Erfolgserlebnisse können eine starke Antriebskraft sein und die Entwicklung junger Musikerinnen und Musiker nachhaltig fördern. Gleichzeitig wird aufgezeigt, welche negativen Auswirkungen eigene und äußere Erwartungen, ein inadäquater Umgang mit Fehlern und andere Faktoren auf das Wohlbefinden haben können. Der Vortrag vermittelt, wie ein ausgewogenes Zusammenspiel von Motivation, Unterstützung und realistischen Anforderungen dazu beitragen kann, psychische Belastungen zu reduzieren und Freude am Musizieren langfristig zu erhalten.
12:45 bis 13:30 Uhr
Mittagspause
13:30 bis 16:00 Uhr
Workshop: Entwicklungsstörungen und ihre Auswirkungen auf den pädagogischen Alltag mit Dr. Friedrich Voigt
Bei Kindern und Jugendlichen gehen wir im Schulalter von einem Anteil von mindestens 10 Prozent aus, bei denen eine Entwicklungsstörung besteht. Im Rahmen des Workshops wird eine kurze Übersicht gegeben, welche unterschiedlichen Formen von Entwicklungsstörungen beschrieben werden und wie sich diese auf den pädagogischen Alltag und das Lernverhalten von Kindern und Jugendlichen auswirken. Als Schwerpunkte sollen die Themen Aktivitäts-und Aufmerksamkeitsstörungen, Autismus-Spektrum-Störungen und Sprachentwicklungsstörungen ausführlicher dargestellt werden. Neben der Frage, wie diese Entwicklungsstörungen diagnostiziert und behandelt werden können, sollen vor allem die Auswirkungen auf das schulische Lernen und die soziale Integration vertieft behandelt werden.
Bereits im Rahmen des Kindergartens sind pädagogische Fachkräfte besonders herausgefordert, sich auf die Besonderheiten der Entwicklung und des sozialen Verhaltens einzustellen. Im schulischen Rahmen finden sich vielfältige Anpassungsschwierigkeiten, die den Umgang mit Gleichaltrigen, das Gruppenverhalten und das Lernverhalten beeinträchtigen können. Zudem beschäftigt uns im Entwicklungsverlauf auch die Frage, ob sekundäre psychische Anpassungsprobleme z.B. vermehrte Ängste entstehen und den Alltag eines Kindes und Jugendlichen beeinflussen. Im Rahmen der Veranstaltung bieten sich für die Teilnehmenden vielfältige Möglichkeiten haben, Fragen zu der Thematik Entwicklungsauffälligkeiten und deren Auswirkungen auf das Lernverhalten von Kindern und Jugendlichen zu erörtern.
16:00 bis 16:15 Uhr
Kurze Pause
16:15 bis 18:15 Uhr
Workshop: Hilfe, ihr Kind hat ein Problem!
Schwierige Gespräche mit Eltern – gemeinsam Lösungen für Schüler*innen entwickeln mit Kirsten Klopsch
Vielleicht kennen Sie diesen Moment, wenn Sie über auffälliges Verhalten von Schülerinnen und Schülern nicht mehr hinwegsehen können und mit den Eltern ein klärendes Gespräch dringend stattfinden muss.
Und Sie beginnen zu reflektieren:
- Wie kann ich das Gespräch mit den Eltern führen, ohne diese zu kränken oder sogar zu beschämen, und dennoch das Problemverhalten des Kindes klar benennen?
- Ich habe schon so viel probiert, alles hatte nur einen kurzfristigen Effekt, eigentlich bin ich mit meinem Latein am Ende - vielleicht sollte ich den Unterricht beenden?
- Bisher konnte ich meinen pädagogischen Auftrag gar nicht erfüllen. Wird jetzt meine pädagogische Kompetenz infrage gestellt?
Im Workshop werden wir nach einer kurzen Einführung zusammen üben, wie Elterngespräche lösungsorientiert zugunsten des Kindes geführt werden können.
Ziel des Workshops ist es, Lust auf den Austausch mit den Eltern zu bekommen, mit den Eltern gemeinsam Lösungen zu finden und sie als Kooperationspartner zu gewinnen.
18:15 bis 18:30 Uhr
Verabschiedung durch den Tonkünstlerverband Bayern
Änderungen vorbehalten!